GIS Day 2013 an der Beuth Hochschule

Berliner Schülerinnen und Schüler entdecken die Welt der digitalen Geoinformation

Jennifer Hörstel (3. Sem. BA Kartographie und Geomedien) präsentiert ihre praktischen Studienarbeiten
Jennifer Hörstel (3. Sem. BA Kartographie und Geomedien) präsentiert ihre praktischen Studienarbeiten.

Der GIS Day ist der Tag im Jahr, an dem sich die angewandten Geowissenschaften mit engem Bezug zur Geoinformation einer interessierten Öffentlichkeit präsentieren. GIS steht als Abkürzung für Geografische Informationssysteme; heute ist dieser Begriff sehr viel weiter gefasst und geht weit über das klassische Desktop-GIS hinaus.

Im Fachbereich III der Beuth Hochschule werden jedes Jahr zum GIS Day Schulklassen aus Berlin und Brandenburg eingeladen, damit die Schüler einen vielfältigen Einblick in die Technik des Geoinformationsmanagements erhalten. Im November 2013 waren etwa 50 Schüler aus mehreren Schulklassen zusammen mit ihren Klassenlehrern auf dem Campus. Dies waren Klassen, die schon einen fundierten Geohintergrund haben, etwa Leistungskurse in Erdkunde und Kurse aus dem MINT-(Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik)Umfeld. Für alle, Schüler und Lehrer, war es spannend zu sehen, wie in den angewandten Geowissenschaften der aktuelle Stand der Technik ist, welche Geräte und Methoden eingesetzt werden und wie vielfältig letztlich auch die Produkte gestaltet sind, die aus einem typischen GIS-Prozess resultieren. Wie in fast allen Computerwissenschaften ist der Bereich GIS äußerst dynamisch und profitiert von vielfältigen Innovationen, die das Geoinformationsmanagement als Wissenschaft nachhaltig beeinflussen.

Diese Dynamik spiegelt sich im FB III und hier insbesondere in den drei Teildisziplinen Geoinformation, Kartografie und Vermessung wieder. Für die Besucher waren am GIS Day vier Stationen aufgebaut, die auch das breit aufgestellte Studienangebot repräsentierten. Im fünften Stock des Haus Bauwesens ist der Sitz der geodätischen Vermessung. Hier konnten die Schüler einen Blick durch modernste Lasertheodoliten werfen, Strecken messen und Neigungswinkel ermitteln.

Das schon seit Jahren populäre Geocaching ist heute mit Apps auf Smartphones möglich und bietet gerade für Schüler einen optimalen Einstieg in das Feld des Geoinformationsmanagements. An der nächsten Station konnten die Schüler unter fachkundiger Anleitung Geo-Caches suchen, die auf dem Beuth Campus versteckt waren.

Es gibt kaum eine bessere Möglichkeit, die Erde zu betrachten, zu verstehen und zu analysieren, als mit Satellitenbildern. Ein Bild sagt ja bekanntlich mehr als 1000 Worte, aber um in diesen speziellen Satellitenbildern lesen und verstehen zu können, war ein besonderes Satellitenbildquiz an der dritten Station ausgearbeitet worden. Bei diesem Quiz wurden die Gewinner, die die besten Tipps abgegeben hatten, mit Preisen prämiert.

An der vierten Station hatten BA- und MA-Studierende der drei Studiengänge Geoinformation, Kartografie und Vermessung praktische Arbeiten aus ihrem Studienalltag beispielhaft zusammengestellt, um der nächsten Generation von Studenten ganz authentisch ihr eigenes Bild des Studiums zu vermitteln. Gerade diese Station wurde von den Schülern gut angenommen und positiv bewertet. So kam es an dieser Station auch immer wieder zu sehr interessanten Diskussionen.

"Insgesamt können wir mit der Akzeptanz und dem Verlauf des GIS Day 2013 sehr zufrieden sein und planen schon mit neuen Ideen für das Jahr 2014, vielleicht sogar mit einer internationalen Liveschaltung in andere Länder, um dem globalen Anspruch des GIS Day gerecht zu werden", führt Prof. Matthias Möller aus, der die Veranstaltung jedes Jahr organisiert.

Matthias Möller, Professur für Kartographie und Geomedien